Kennen Sie den Zweisporigen Egerling? Oder vielleicht den Zucht-Champignon?

Lateinischer Name: Agaricus bisporus/hortensis

Heilwirkungen des Zucht-Champignons
Zucht-Champignon

Zwar werden Champignons vor allem als schmackhafte Zutat in der Küche verwendet, doch sollte man auch ihre interessanten Wirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht außer Acht lassen…

Vorkommen: In der Natur wuchsen Champignons ursprünglich in den Grasregionen Europas und Nordamerikas, von wo sie sich nach und nach auch in andere Gegenden ausbreiteten. Mit Zweisporiger Egerling bzw. Zucht-Champignon wird hingegen ein gezüchteter Pilz und nicht ein in der freien Natur vorkommender Pilz bezeichnet.

Beschreibung und Wirkstoffe: Der Pilz gehört zur Familie der Champignonverwandten. Während Champignons in der freien Natur sehr häufig eine bräunliche Farbe aufweisen, sind die gezüchteten zumeist weiß. Ihr Hut erreicht einen Durchmesser von 5 bis 12 cm, der bis zu 3 cm starke Stil kann mitunter 8 cm lang sein. Das Fleisch ist weiß, nach dem Anschneiden jedoch mitunter rötlich. Von den Wirkstoffen seien Vitamine (vor allem aus der Gruppe B, aber auch D) und Minerale (vor allem Phosphor und Kalium) genannt. Interessant (auch in negativer Hinsicht) ist auch ein Stoff, der als Agaritin bezeichnet wird und nur in den Egerlingen vorkommt.

Nützliche Bestandteile: Gesammelt wird der ganze Fruchtkörper, der im Freien von Mai bis Oktober vorkommt.

Heilwirkungen des Zucht-Champignons

Zwar werden Champignons vor allem als schmackhafte Zutat in der Küche verwendet, doch sollte man auch ihre interessanten Wirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht außer Acht lassen. Wie die Forschung nachweisen konnte, haben sie beispielsweise antivirale, entzündungshemmende (helfen bei Schuppenflechte) und antidiabetische Wirkungen, sodass sie auch für Diabetiker geeignet sind. Wirksam sind sie überdies auch im Kampf gegen die verschiedensten Allergien (z.B. gegen das atopische Ekzem), und sie stärken das Immunsystem des Menschen, was ebenfalls sehr wichtig ist. Dank des niedrigen Kohlenhydratgehalts werden sie zudem auch bei Abnahmekuren empfohlen.

Vorsicht bei nicht wärmebehandelten Champignons!

Einige der oben beschriebenen Wirkungen werden dem Hydrazinderivat Agaritin zugeschrieben. Dieses findet man ausschließlich in Champignons. Durch die Wärmebehandlung wird es jedoch vollständig aufgelöst. Ob dies nun schlecht ist, ist nicht so sicher. Einigen Studien zufolge kann es nämlich karzinogene und mutagene Wirkungen haben! Andere Studien widerlegen diese Annahme zwar, aber man weiß ja nie. Man sollte daher rohe oder nur unzureichend wärmebehandelte Champignons lieber nicht essen, was im Übrigen alleine schon wegen ihrer schweren Verdaulichkeit nicht zu empfehlen ist.

Der Zucht-Champignon in der Küche

Champignons können in der Küche wie viele andere Pilze auch verwendet werden. Ihre spezifische Konsistenz und Geschmack erlauben jedoch auch eine Verwendung bei anderen Rezepten. Verwendung finden sie beispielsweise in Kombination mit Gemüsegerichten, bei verschiedenen Fleischsorten, gegebenenfalls auch in Suppen und Saucen. Sie eignen sich für Omeletts, Palatschinken, Brotaufstriche, Salate, Teigwaren und anderes mehr. Man kann sie auch mit den verschiedensten Füllungen backen. Ausgezeichnet schmecken Champignons jedoch auch nur so für sich, beispielsweise auf Wein zubereitet, etwa als leckere Vorspeise.

Rezept für Champignons auf Wein: Champignons putzen und den Stil entfernen. In der Pfanne (am besten Natives) Olivenöl erhitzen und die Pilze dazugeben. Anschließend mit Salz, Pfeffer, 3 in Scheibchen geschnittenen Knoblauchzehen abschmecken und mit getrocknetem Basilikum bestreuen. Von beiden Seiten braten und anschließend etwas Weißwein (ca. dcl) dazugeben. Alles kochen lassen und am Ende mit grüner Petersilie bestreuen.

Wie der Zweisporige Egerling gezüchtet wird

Beim Zweisporigen Egerling handelt es sich eigentlich um die gezüchtete Form des Wiesenchampignons. Heutzutage wird er in vielen Ländern der Welt gezüchtet, und züchten kann man ihn auch bei sich zu Hause. Diese Pilze benötigen jedoch ein spezielles Substrat, das man sich denn auch besorgen sollte. Die Pflanzung erfolgt in dieses Substrat. Festdrücken nicht vergessen. Die Champignons benötigen eine Temperatur von 22 bis 26 °C, nach einiger Zeit kann es aber auch weniger sein. Sobald das unterirdische Pilzgeflecht (Myzel) erscheint, kratzen Sie den weißen Belag auf, geben Sie ein wenig Erde darauf und drücken sie wieder fest. Ein paar Wochen später kann geerntet werden.

Unser Tipp: Wenn Sie sich den ganzen Prozess ein wenig vereinfachen wollen, können Sie ein entsprechendes Set zum Züchten von Champignons samt Anleitung in den einschlägigen Geschäften erwerben.