Weißbeerige Mistel: Eine geheimnisvolle Pflanze mit Heilwirkungen

Lateinischer Name: Viscum album

Die Weißbeerige Mistel hat Heilwirkungen
Weißbeerige Mistel

Die Wirkungen der Weißbeerigen Mistel sind in der Tat interessant. Zu nennen wären etwa ihre Wirkungen im Zusammenhang mit der Senkung des Blutdrucks und der Beruhigung der Herztätigkeit, sodass sie nicht zuletzt älteren Menschen zu empfehlen ist….

Vorkommen: Die Weißbeerige Mistel ist heute in den meisten Regionen Europas beheimatet, man findet sie aber auch vielerorts in Asien, und sie gedeiht auch in Nordamerika.

Beschreibung und Wirkstoffe: Es handelt sich um eine Pflanze, oder besser gesagt, um einen Strauch, einen Halbschmarotzer, der auf Gehölzen vorkommt und zur Familie der Sandelholzgewächse gehört. Seine Zweige bilden kugelige Büsche mit einem Durchmesser von bis zu 1 Meter. Die länglichen Blätter sind ungestielt. Die gelben Blüten erscheinen im März und April. Die Frucht ist eine unechte Beere, die in Europa weiß oder leicht gelblich gefärbt ist. Die Weißbeerige Mistel enthält Polypeptide, Lektine (insbesondere Glykoproteine), Cholin, Triterpensäuren und andere Wirkstoffe.

Nützliche Bestandteile: Verwendet werden die jungen Zweige mit den Blättern.

Die Weißbeerige Mistel hat Heilwirkungen, aber…

Die Wirkungen der Weißbeerigen Mistel sind in der Tat interessant. Zu nennen wären etwa ihre Wirkungen im Zusammenhang mit der Senkung des Blutdrucks und der Beruhigung der Herztätigkeit, sodass sie nicht zuletzt älteren Menschen zu empfehlen ist. Nicht zu vergessen auch ihre positiven Wirkungen bei Gelenkbeschwerden (Entzündungen und Arthrosen), gegebenenfalls bei Arteriosklerose, also bei Arterienverkalkung. Hingewiesen sei auch auf die harntreibenden Wirkungen der Weißbeerigen Mistel, die im Übrigen auch die Darmperistaltik anregt, alles in allem also zweifellos interessante Eigenschaften.

Außerdem wirkt die Weißbeerige Mistel auch auf Beschwerden des Nervensystems und der Haut. Sogar Geburtswehen kann man mit ihr hervorrufen. Zudem werden der Weißbeerigen Mistel auch positive Wirkungen auf noch andere, sehr schwere Erkrankungen nachgesagt. Da wären zunächst einmal ihre krebshemmenden Wirkungen zu nennen, wobei sie angeblich in der Lage ist, das Wachstum von Tumoren zu verlangsamen, vor allem von Tumoren an den Eierstöcken und in der Lunge. In den USA werden Extrakte aus der Weißbeerigen Mistel sogar bei der Behandlung von AIDS-Patienten eingesetzt, da diese Heilpflanze in der Lage ist, die Immunität dieser Personen zu stärken.

Hinweis: Wie aus dieser Aufzählung deutlich werden dürfte, gehören mit Abstand die meisten der hier genannten Beschwerden zu den sehr schwerwiegenden. Bevor Sie die Weißbeerige Mistel also ausprobieren, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt konsultieren.

Ist die Weißbeerige Mistel giftig?

Die Mistel wurde schon in der Antike als Heilpflanze verwendet, wobei sie wegen der außergewöhnlichen Weise, wie und wo sie wächst, stets etwas Geheimnisvolles an sich hatte. Diese Aura umgibt sie teilweise auch heute noch. Häufig nämlich kann man lesen, dass sie giftig sei. Doch verhält sich die Sache nicht ganz so eindeutig. Die Beeren sollte man in der Tat nicht essen, denn beim Genuss größerer Mengen wird ein negativer Einfluss auf den Organismus nicht ausbleiben. Säuglinge und Schwangere sollten auf jeden Fall ganz auf deren Verzehr verzichten (in Anbetracht der oben beschriebenen Wirkungen auf die Geburtswehen).

Wie man die Weißbeerige Mistel züchtet

Misteln zu züchten, ist alles andere als schwer. Man braucht die klebrigen Beeren nur an den Zweigen von Bäumen zu befestigen. Die Beeren müssen allerdings reif sein, und das sind sie ungefähr von November bis Ende März oder Anfang April. Man muss zudem auf die richtige Unterart achten, so wird beispielsweise die Mistel von einem Nadelbaum ausschließlich auf einem Nadelbaum wachsen. Wir wollen noch hinzufügen, dass diese Pflanze sich nicht selbst vermehrt, sondern nur mithilfe der Vögel. Man sollte sich auch darauf einstellen, dass sie vor allem zu Beginn nicht allzu schnell wächst. Man muss also etwas Geduld aufbringen.

Unser Tipp: Damit die Mistel ihre positive Wirkung auf den Organismus nicht verliert, sollte man aus ihr keinen Tee kochen, sondern einen Macerat. Das heißt, idealerweise sollte man sie in kaltem Wasser ansetzen.