Was ist eigentlich Superfood?

Superfood
Superfood

Angesichts dessen, dass in den letzten Jahrzehnten ein zunehmendes Interesse an einem gesunden Lebensstil zu beobachten ist, wird der Begriff Superfood immer öfter angewendet. Seine Definition ist jedoch ein wenig problematisch. Häufig wird er sogar kritisiert, man unterstellt hier eindeutige Marketinggründe. Wenn die Verbraucher die Auswahl haben, kaufen sie natürlich lieber Superfood als nur ein „gewöhnliches“ Nahrungsmittel. Dazukommt, dass es sich zumeist um teurere Lebensmittel handelt (viele von ihnen stammen nicht aus Europa), die sich anderenfalls bedeutend schlechter verkaufen würden.

Versuch einer Definition von Superfood

Die Definition von Superfood ist also wie gesagt nicht ganz einfach. Dennoch wollen wir es einmal versuchen. Zunächst einmal sollten diese Lebensmittel eine größere Menge jener Stoffe enthalten, die positiv auf die menschliche Gesundheit einwirken. Hierzu gehören, Vitamine, Proteine, essentielle Aminosäuren, Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, gesunde Fette und Öle, Ballaststoffe und sonstige Nährstoffe (insbesondere) pflanzlicher Herkunft. Es ist hinzuzufügen, dass die Wärmebehandlung von Superfood angesichts des oben Gesagten so gering wie möglich sein sollte, damit ein Maximum an Wirkstoffen erhalten bleibt.

Das könnte Sie interessieren: Der Oxford English Dictionary definiert Superfood als „nährstoffreiche Lebensmittel, die als besonders zuträglich für die Gesundheit und das körperliche und seelische Wohlbefinden betrachtet werden“.

Welche Lebensmittel können Superfood zugeordnet werden?

Gegenwärtig wird dem Superfood eine große Menge von Lebensmitteln zugezählt. Konkret handelt es sich dabei um mehrere Obst- und Gemüsesorten und Pilzarten, aber auch um Öle, Samen, Nüsse usw. Da es jedoch keine einheitliche Definition gibt, liegt diesbezüglich auch keine detaillierte Superfood-Liste vor. Wir wollen jedoch wenigstens eine Aufzählung jener Lebensmittel wagen, die zu den bekanntesten „Super-Lebensmitteln“ gehören.

  • Grüne Lebensmittel. In diesem Bereich werden junge Gerste  und Chlorella wohl am meisten geschätzt. Hierhin gehören jedoch auch junger Weizen, Meeresalgen bzw. Spirulina, also ein Süßwasserbakterium, das aber häufig fälschlicherweise zu den Algen gezählt wird.
  • Samen und Nüsse. Positive Wirkungen können vor allem bei den Chia Samen nicht bestritten werden, die über einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren verfügen. Zu nennen wären aber auch Leinsamen und Hanfsamen, gegebenenfalls Sesam- und Sonnenblumenkerne. Von den Nüssen seien Mandeln, Cashew, Walnüsse und Piniennüsse genannt.
  • Pflanzenprodukte. Das wohl berühmteste Produkt ist Aloe vera, die in der Tat universell auf den menschlichen Organismus einwirkt. Nicht fehlen dürfen in unserer Aufzählung auch Erd-Burzeldorn, Paullinia cupana (Guaraná) und Maca-Wurzel bzw.  der peruanische Ginseng.
  • Obstfrüchte und Säfte. Als wundersame Lebensmittel gelten beispielsweise die Acai-Beere bzw. Goji (Früchte des Chinesischen und Gemeinen Bocksdorn). Hierhin gehören aber auch Aronia melanocarpa (Schwarze Apfelbeere), Sanddorn, Preiselbeere, der Saft aus den Früchten des Nonibaums und des Granatapfels. Nicht vergessen dürfen wir die Acerolakirsche, die mitunter als die reichste Quelle an Vitamin C betrachtet wird. Das Pulver aus dem Fruchtfleisch des Affenbrotbaums (Baobab) ist für seinen hohen Ballaststoffanteil bekannt.
  • Gemüsesäfte. In Superfood-Listen findet man häufig auch Gemüsesäfte. Bedeutende Wirkungen auf die menschliche Gesundheit nämlich können Sellerie-, Brokkoli-, Kürbis- und Möhrensäfte haben. Genannt sei an dieser Stelle auch Tomatensaft, obwohl die Tomate häufig dem Obst zugezählt wird.
  • Öle. Aktuell ist eine ganze Reihe von Pflanzenölen erhältlich. Viele von ihnen sind dabei mit dem „Etikett“ Superfood versehen. Dazu gehören beispielsweise Argan-, Kokos-, Lein-, Hanf- und Sanddornöl. Oft findet man in dieser Aufzählung auch Öl aus der Mariendistel.
  • Pilze. Wir alle kennen den bei uns überaus beliebten Austern-Seitling. Erwähnt werden müssen jedoch auch einige asiatische Arten wie der Pasaniapilz (Shiitake) und der Chinesische Raupenpilz. Ganz ausgezeichnet wirkt auch der sog. Tibetanische Pilz, bei dem es sich allerdings um eine Ansammlung von Milchsäure- und Essigsäurebakterien handelt und der nur mit seiner Gestalt einem Pilz ähnelt.
  • Sonstiges Superfood. Bis hierhin haben wir noch keine natürlichen Süßstoffe wie etwa Stevia und Melasse genannt. Zu den „Superfoods“ können auch frische Pflanzenkeine, Himalayasalz, Quinoa, brauner Reis, Bulgur, Carobpulver und nicht zuletzt auch einige Fleischsorten gezählt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um Meerestiere (z.B. Lachs, Thunfisch, Austern und Garnelen).

Ein paar Worte zum Abschluss

Viele Superfoods können in der Tat sehr positiv auf die menschliche Gesundheit einwirken. Ein gedankenloser Einkauf von allem, das mit diesem Etikett versehen ist, stellt jedoch keine ideale Lösung dar. Hilfreich ist hier nur, rational an die Sache heranzugehen und sich diesbezüglich ein entsprechendes Wissen bzw. Informationen anzueignen, die man beispielsweise auf unserer Website finden kann. Wie wir bereits in der Einleitung bemerkten, sind Lebensmittel mit der Bezeichnung Superfood nicht gerade die billigsten, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass Sie relativ viel Geld für etwas ausgeben, das absolut keine positiven Wirkungen zeitigt. Und vergessen Sie Sicht, dass man nicht von Superfood alleine lebt. Mit anderen Worten: Achten Sie stets darauf, dass ihr Speisezettel so abwechslungsreich wie nur möglich ist…

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