Stevia: Ein gesunder Süßstoff, auch für Diabetiker

Lateinischer Name: Stevia rebaudiana

Stevia: Ein gesunder Süßstoff
Stevia

Inzwischen ist Stevia in vielen Geschäften erhältlich, und dies in Form von Tabletten, Extrakten oder getrockneten Blättern. Benutzen kann man sie zum Süßen klassischer Getränke wie Tee und Kaffee, aber auch bei der Zubereitung von Speisen, wie etwa Marmeladen, Süßwaren oder süßen Saucen.

Vorkommen: Stevia kam ursprünglich nur in Mittel- und Südamerika vor, wo sie von den Indianern sowohl als Süßstoff als auch als Medizin verwendet wurde. Heute wird Stevia in vielen Ländern der Welt angebaut, obwohl der Anbau mit gewissen Problemen verbunden ist (siehe unten).

Beschreibung und Wirkstoffe: Diese ausdauernde Pflanze aus der Familie der Korbblütler erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm, mitunter auch von 1 Meter. Sie hat lanzenförmige Blätter und weiße Blüten. Neben Wirkstoffen wie Flavonoiden enthält sie vor allem Süßstoffe, insbesondere Steviosid, Rebaudiosid C und Rebaudiosid D.

Nützliche Teile: Verwendet werden die Blätter.

Warum man auf Stevia nicht verzichten sollte

Die oben angeführten Süßstoffe sind allesamt süßer als Zucker, und dennoch enthält Stevia mehr oder weniger keine Kalorien. Empfohlen wird sie daher beim Abnehmen, obwohl sie in gewisser Weise dazu beiträgt, die Sucht nach Süßem aufrechtzuerhalten. Stevia kann auch von Diabetikern konsumiert werden, da sie dazu beiträgt, den Blutzuckerspiegel zu halten. Darüber hinaus hat sie – anders als Zucker – keine negativen Wirkungen auf die Zähne und hilft sogar dabei, Probleme wie Paradentose, also Entzündungen des Gewebes im Bereich der Zähne, zu verhindern.

Aus dem oben Gesagten wird deutlich, dass Stevia in der Tat der ideale Süßstoff für das 21. Jahrhundert ist. Doch Stevia ist nicht nur ein gesunder Zuckerersatz, sondern kann auch noch mit anderen positiven Wirkungen auf die Gesundheit aufwarten. So fördert sie beispielsweise die Verdauung, sie wirkt positiv auf den Blutdruck und die Bauchspeicheldrüse und ist auch bei Hautproblemen, d.h. bei Problemen mit Akne oder Ekzemen oder bei schlecht heilenden Wunden, zu empfehlen. Zudem unterstützt sie auch die psychischen Aktivitäten und kann sogar das Verlangen nach Alkohol und Nikotin eliminieren.

Das könnte Sie interessieren: Obwohl Stevia inzwischen als gesunder Süßstoff anerkannt ist, war dies nicht immer so. In der Vergangenheit nämlich wurde sie als Mutagen bezeichnet, wobei man nicht vergaß, auch noch auf weitere Risiken hinzuweisen. All dies hat sich am Ende als falsch erwiesen, und es gibt nicht wenige Stimmen, die dahinter eine Schmutzkampagne der Zuckerproduzenten vermuten.

Wo man Stevia bekommt und wie man sie anwendet

Inzwischen ist Stevia in vielen Geschäften erhältlich, und dies in Form von Tabletten, Extrakten oder getrockneten Blättern. Benutzen kann man sie zum Süßen klassischer Getränke wie Tee und Kaffee, aber auch bei der Zubereitung von Speisen, wie etwa Marmeladen, Süßwaren oder süßen Saucen. Immer öfter ist Stevia mittlerweile auch Bestandteil gängiger Produkte, vor allem von Lebensmitteln und Getränken, und verdrängt damit den herkömmlichen Zucker, was sicherlich eine sehr gute Nachricht ist.

Stevia kann man auch daheim im Blumentopf züchten

Wer Stevia nicht im Geschäft kaufen will, kann sie auch zu Hause züchten. Möglich ist dies nicht nur im Garten oder Gewächshaus, sondern auch in einem gewöhnlichen Blumentopf auf der Fensterbank. Das Züchten an sich ist alles andere als kompliziert, doch sollte man ein Gartensubstrat mit einem ausreichenden Humusgehalt wählen. Eine weitere Bedingung wäre, dass die Pflanze genügend Licht und Wärme bekommt (idealerweise über 25 °C). Die Blätter wachsen sehr schnell, wobei man von einer einzigen Stevia bis zu 500 Gramm gewinnen kann. Im Winter empfiehlt es sich, die Pflanze rund 10 bis 15 cm über der Erde abzuschneiden und das Substrat anschließend ein wenig feucht zu halten. Die Blätter verdorren zwar, doch aus der Wurzel sprossen im Frühling wieder neue.

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