Safran – eines der teuersten Gewürze der Welt

Sagt man, etwas sei wie Safran, so will man damit andeuten, dass die betreffende Sache nicht gerade ein Massenartikel ist und man damit sparsam umgehen muss. Wie entstand diese Redensart eigentlich? Safran als Gewürz nämlich ist in der Tat sehr teuer. Gewonnen wird es aus einer Pflanze namens Safran (Crocus sativus), die in warmen Regionen gedeiht und als deren ursprüngliche Heimat Westasien gilt. Schon in der Antike galt Safran als Luxusartikel, den sich nicht jeder leisten konnte, und dies gilt auch heute noch.

Der Grund, warum Safran so teuer ist, liegt in seiner aufwendigen Gewinnung. Das Gewürz selbst nämlich stammt aus den violetten Blüten dieser Pflanze, oder besser gesagt, aus drei getrockneten Narben, die sich innen befinden. Diese können nur per Hand gesammelt werden, wobei für 1 Kilogramm Safran-Gewürz bis zu 200 Tsd. Blüten nötig sind. Kein Wunder also, dass dieses Gewürz zwar im Grunde problemlos erhältlich ist, für ein einziges Kilo aber Tausende von Kronen zu berappen sind! Wenn Sie es also tatsächlich in der Küche benutzen möchten, werden Sie für ein paar Gramm mehrere Hundert Kronen hinblättern müssen…

Vorsicht: In Tschechien wachsen der Weiße Krokus (Crocus albiflorus) und der Eichenwald-Krokus (Crocus heuffelianus). Wer nun aber glaubt, zu diesen Krokus-Arten greifen und so sparen zu können, der sei gewarnt, denn mit Ausnahme von Safran sind alle anderen Krokus-Arten in der Mehrzahl giftig!

Zusammensetzung und Heilwirkungen des Safrans

Safran beinhaltet eine ganze Reihe von Aromastoffen, aber auch Kohlenhydrate, Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen), Carotinoide, Flavonoide, ätherische Öle, Terpenoide, Fette, mehrere Vitamine (vor allem Vitamin C) und anderes mehr. Für seinen typischen scharfen und bitteren Geschmack ist ein Stoff namens Picrocrocin verantwortlich, durch dessen Trocknen das sog. Safranal entsteht. In der Heilkunst finden jedenfalls nicht nur die Narben, sondern auch die Stängel und Blätter Verwendung. Safran wirkt unter anderem als wirksames Aphrodisiakum, doch hat es auch positiven Einfluss auf die menschliche Psyche und mehrere Krebsarten.

Safran als Küchengewürz

Das Safranaroma kann den Geschmack vieler Speisen verstärken, außerdem verleiht Safran den einzelnen Speisen eine gelbe Farbe. Man sollte aber sparsam mit ihm umgehen, und zwar nicht nur wegen des hohen Preises. Bei übermäßiger Verwendung nämlich können die Speisen einen zu bitteren Geschmack annehmen, was sicherlich nicht wünschenswert ist. Tja, wie viel Safran auf dem Teller darf es denn nun sein? Häufig hört man, es genüge eine Messerspitze für das komplette Essen. Vielleicht werden Sie jetzt fragen, für welche Speisen sich Safran eigentlich eignet? Nun, Möglichkeiten gibt es eine ganze Reihe…

In großen Mengen wird Safran zum Abschmecken der verschiedensten Suppen, Saucen und Beilagen, wie z.B. Reis, Teigwaren oder Kuskus, verwendet. Darüber hinaus passt er zu vielen Fleisch- und Käsearten, aber auch in Kombination mit Süßspeisen (Desserts, Cremes usw.), Obst und alkoholischen Getränken (z.B. mit Likören und Wein). Der Vollständigkeit halber ergänzen wir noch, dass Safran aktuell vor allem in einigen europäischen Küchen (vor allem in der französischen und spanischen) verwendet wird, außerdem in Arabien und auch im Fernen Osten, konkret in Indien und China.

Diesen Artikel…