Rosmarin und seine Nutzung

lat. Rosmarinus officinalis

RRosmarin (lat. Rosmarinus officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler. Es handelt sich hierbei um einen immergrünen Halbstrauch, der eine Höhe von bis zu drei Metern erreicht. Er stammt aus Südeuropa, wo er dank seiner tollen Eigenschaften schon in den verschiedenen Epochen seit der Antik genutzt wird. Insbesondere wird er wegen seiner Heilwirkungen geschätzt, aber viele verwenden ihn auch als Gewürz und zu verschiedenen kulturellen Zwecken. Rosmarin erfreut sich auch noch zu Beginn des dritten Jahrtausends einer überaus großen Beliebtheit…

Der Anbau von Rosmarin

Große Kälte bekommt diesem Kraut auf keinen Fall, weshalb sein ganzjähriger Anbau im Freien etwas problematisch ist. Daher empfehlen wir, es in einen Blumentopf zu pflanzen. In wärmeren Monaten kann man Rosmarin auch unter freiem Himmel anbauen, überwintern aber sollte er in einem kältegeschützten Raum (ideale Temperatur 5° – 15°C). Rosmarin blüht im Frühsommer, es hat schöne blaue Blüten. Während dieser Zeit ist es ratsam, einige Bestandteile zu sammeln, also besonders die Blätter des unverholzten Teils. Man kann ihn auch trocknen.

Bessere Blutzirkulation und andere medizinische Wirkungen

Rosmarin enthält viele Wirkstoffe, zum Beispiel ätherische Öle, organische Säuren, Tannine oder Flavonoide. Er verbessert die Blutzirkulation und den Blutdruck, was ganz außergewöhnlich ist. Mit Rosmarin kann man auch den Gesamtbetrieb des Kreislaufsystems, Muskeln, Gelenke und die Gehirnfunktion verbessern. Bei Frauen kann er zusätzlich die Menstruation regeln. Andererseits sollte man ihn nicht während der Schwangerschaft einnehmen, denn er wirkt auf den Blutfluss in der Gebärmutter. Personen mit hohem Blutdruck, Epileptiker, Kinder unter sechs Jahren und stillende Frauen sollten auf Rosmarin verzichten.

Rosmarin unterstützt aber auf jeden Fall die Leber, er steigert die Bildung und Sekretion der Galle und hilft bei verschiedenen Problemen des Verdauungssystems. Zusätzlich hat er auch beruhigende Wirkungen und seine Verwendung kann vorbeugende Wirkung auf bestimmte Krebsarten haben. Die Anwendung dieses Krauts ist auch bei verschiedenen Hautproblemen möglich. Er eignet sich zur Hautreinigung, wirkt gegen die Bildung von Ekzemen und fördert auch den Heilungsprozess bei Wunden und Quetschungen. Außerdem kann man daraus auch ein wirksames Zeckenschutzmittel (sieht unten) herzustellen.

Die Anwendung von Rosmarin in der Küche

Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des Rosmarins ist sein intensives und angenehmes Aroma und sein Geschmack. Dies steht noch im Zusammenhang mit den positiven Wirkungen auf die Verdauung. Dies alles hat dazu beigetragen, dass Rosmarin heutzutage sehr häufig bei der Lebensmittelzubereitung verwendet wird. Die frischen und trockenen Sprosse und Blätter eignen sich für verschiedene Fleisch- und Käsesorten, sie werden aber auch universeller verwendet, beispielweise zur Produktion von Marmeladen. Wir wollen aber nicht verschweigen, dass es sich hierbei um eine Pflanze mit einem sehr starken Geruch und Geschmack handelt, daher sollte man sie nicht allzu oft und stets in kleineren Mengen verwenden. Anderenfalls wird das Kraut den eigentlichen Geschmack der jeweiligen Speisen „übertrumpfen“.

Zeckenschutzmittel: Einfach einen Liter Wasser kochen, Rosmarin (z.B. eine Packung) hinzufügen und auslaugen. Wenn das Wasser abkühlt, den Aufguss nachfiltern und einen Esslöffel Weinessig dazugeben. Diese Tinktur dann in einem kühlen Raum aufbewahren.

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