Piment: Quelle des Neugewürzes

Lateinischer Name: Pimenta dioica

Das Neugewürz und seine Heilwirkungen
Das Neugewürz

Vorkommen: Piment wächst vor allem in Mitteleuropa und auf den Karibischen Inseln (vor allem auf Jamaica), wo wohl auch seine ursprüngliche Heimat zu suchen ist. In Europa wurde Piment erst nach den Entdeckungsfahrten des Christoph Kolumbus bekannt.

Beschreibung und Wirkstoffe: Piment ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern erreichen kann (in Ausnahmefällen auch mehr). Die Blätter haben zumeist eine elliptische, oben spitze Spreite. Die eher kleineren Blüten sind weiß. Die Früchte sind Beeren, die getrocknet werden und unter anderem als Neugewürz bezeichnet werden. Sie enthalten viele Wirkstoffe, wie etwa die Vitamine A, B (Thiamin, Niacin, Riboflavin, Blattsäure) und C, Minerale (Eisen, Kalzium, Kalium, Zink, Magnesium usw.), ätherische Öle (vor allem Eugenol), Gerbstoffe sowie Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

Nützliche Bestandteile: Zumeist werden die getrockneten Früchte, also das Neugewürz, verwendet.

Das Neugewürz und seine Heilwirkungen

Piment wird in Deutschland hier und da auch als Medizinischer Piment bezeichnet, was schon erahnen lässt, dass das Neugewürz interessante Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen hat. So hilft es beispielsweise bei der Verdauung schwerer Speisen, und insgesamt regt es den Appetit an. Zudem reinigt es auch das Verdauungssystem und lindert Blähungen und Magenbeschwerden (insbesondere Übelkeit und Krämpfe). Positiv aber wirkt es auch bei Durchfall. Dank seiner antibakteriellen, antiviralen und leicht anästhetischen Wirkungen ist es auch bei Grippe und Erkältungen zu empfehlen.

Das Neugewürz hat auch positiven Einfluss auf das Knochengewebe, auch auf Osteoporose, sowie auf Infektionen der Harnwege, den Blutkreislauf, da er die Blutbildung unterstützt, sowie auf den Blutdruck. Außerdem wirkt es bei Entzündungen, Nervenbeschwerden (z.B. bei Schlaflosigkeit) und Kopfschmerzen. Zu empfehlen ist es außerdem für eine äußere Anwendung, da es bei rheumatischen Erkrankungen, gegebenenfalls auch bei Hautproblemen (Akne, Schimmelpilzen und Ausschlägen), hilft. Schwangere und stillende Mütter aber sollten das Neugewürz nur in Maßen verwenden.

Neugewürz als Bestandteil der böhmischen Küche

Neugewürz ist mittlerweile kein Unbekannter mehr in der Küche, wobei es entweder ganz oder gemahlen verwendet wird. Auch bei der Zubereitung von Fleisch (einschließlich Grillen), Suppen, Brotaufstrichen, Saucen (z.B. Tomatensauce) greift man gerne auf Neugewürz zurück. Und mitunter wird sogar Ketchup damit noch zusätzlich gewürzt. Beliebt ist es jedoch auch bei der Zubereitung von Süßspeisen, also etwa von Kolatschen, Strudeln, Cremes und Kompotten. Auch zum Abschmecken von Glühwein wird es gerne verwendet. Geht es Ihnen jedoch ausschließlich um die gesundheitlichen Wirkungen des Neugewürzes, so empfehlen wir einen Aufguss.

Rezept für einen Neugewürz-Aufguss: Ca. vier gemahlene oder zerstampfte Kügelchen mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen und fertig ist der Aufguss. Zur Geschmacksverbesserung kann man noch Zimt dazugeben.

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