Muskatnuss: Ein gesundes und zugleich gefährliches Gewürz

Die Heilwirkungen der Muskatnuss
muskatnuss

Die Muskatnuss ist in unseren Breiten kein Unbekannter. Konkret handelt es sich hierbei um den getrockneten Samen des tropischen Muskatnussbaums (Myristica fragrans), der mitunter eine Wuchshöhe von 18 Metern erreichen kann. Beheimatet ist der Muskatnussbaum in Asien. Die Muskatnuss war in Europa lange Zeit ein relativ seltenes Gewürz, mittlerweile aber ist sie überall erhältlich. Neben dem spezifischen Geschmack hat sie auch eine Reihe von Heilwirkungen, doch sollte man es mit ihrer Anwendung auch nicht übertreiben, denn in größeren Mengen wirkt sie wie ein Halluzinogen.

Die Heilwirkungen der Muskatnuss

Von den Wirkstoffen, die die Muskatnuss enthält, seien an dieser Stelle die ätherischen Öle Elemicin und Myristicin genannt. Den Menschen kann die Muskatnuss bei mancherlei Beschwerden helfen. So steigert sie beispielsweise den Appetit (zu empfehlen bei Appetitlosigkeit) und unterstützt die Verdauung. Gleichzeitig hat sie einen positiven Einfluss auf Blähungen, Durchfall und Brechreiz, zudem mildert sie Bauchschmerzen und -krämpfe. Falls Sie also schon seit längerem Probleme mit der Verdauung haben, die Muskatnuss aber bislang noch keinen festen Platz in Ihrer Küche hat, sollten Sie diesbezüglich schnellstmöglich für Abhilfe sorgen.

Die Samen des Muskatnussbaums werden in der Regel auch bei Schlaflosigkeit, Asthma und Entzündungen verwendet. Ihre entzündungshemmenden Wirkungen sind zwar nicht sehr groß, doch werden sie üblicherweise gerne zur Behandlung von Pankreatitis, also von Bauspeichelentzündungen oder auch bei Nierenentzündungen empfohlen. Äußere Anwendung finden sie bei rheumatischen Beschwerden und Bronchitis. Bei Frauen können sie helfen, eine Menstruation hervorzurufen, doch Schwangere sollten auf jeden Fall die Finger davon lassen, denn auf die Leibesfrucht können sie negativ einwirken.

Die Muskatnuss als Gewürz

Die Muskatnuss wurde wegen ihres sehr charakteristischen Duftes und Geschmacks seit jeher bei der Zubereitung von Speisen und Getränken verwendet. Auch heute gehört sie zu vielen Fleischgerichten einfach dazu, so etwa bei Hackfleisch und gefülltem Fleisch. Zu empfehlen ist sie auch für Suppen, Saucen, Salaten und Gemüse. Stets sollten Sie sie erst am Ende der Wärmebehandlung benutzen, denn durch diesen Prozess verliert sie deutlich an Geschmack. Wir fügen noch hinzu, dass sie früher auch beim Bierbrauen verwendet wurde, und auch heute noch greift man etwa bei der Likörherstellung gerne auf sie zurück. Die Wirkungen des Alkohols nämlich werden so angeblich noch verstärkt.

Vorsicht bei hohen Dosen!

Die oben erwähnten ätherischen Öle Myristicin und Elemicin wirken auch psychoaktiv. In höheren Dosen (ca. ab 25 g) bewirken sie Halluzinationen. Häufig kommt es auch zu einem Bewusstseinsverlust, ja es gibt sogar Todesfälle. Sollten Sie trotzdem experimentieren und eine hohe, wenn auch niedrigere Dosis Muskatnuss nehmen wollen, müssen wir Sie warnen. Eine Intoxikation nämlich geht häufig mit Kopfschmerzen, Herzklopfen und Übelkeit einher. Jene, die es trotzdem einmal versuchten, behaupten zudem, dass das Ganze auch in psychischer Hinsicht nichts Tolles gewesen sei. Ein angenehmes Rauscherlebnis suchen Sie hier also vergebens.

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