Die Milchdistel und ihre Wirkungen

lat. Silybum Marianum

Die Milchdistel (lat. Silybum Marianum) ist eine sehr mächtige und hohe Distel, da sie eine Höhe zwischen 150 und 200 cm erreicht. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum, aber man kann sie auch unter mitteleuropäischen Klimabedingungen anbauen. Die Milchdistel gehört noch zur Familie der Korbblütler und blüht von Juli bis September. Ihre Blüten sind lila und sehen wirklich sehr hübsch aus. Es überrascht also nicht, dass sie sehr oft als Zierpflanze gezüchtet wird.

Der Artenname „Marian“ steht im Zusammenhang mit ihren Blättern, die zwar grün sind, man aber auch weiße Flecken darauf sehen kann. Sie entstanden einer Legende zufolge aus der Milch der Jungfrau Maria selbst. Dies sollte die Heilwirkungen sicherstellen. Hier würden uns natürlich genau diese Heilwirkungen interessieren. Konzentrieren wir uns besonders auf die Samen der Milchdistel, die im frühen Herbst reifen, weil gerade diese Samen positive Wirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Wie genau?

Leberregeneration und weitere Wirkungen

Obwohl in der Vergangenheit die Blätter und Wurzel der Milchdistel verwendet wurden, nutzt man heutzutage besonders gerade die Samen, in denen sich der wichtigste Stoff Silymarin befindet. Silymarin hat eine Reihe von positiven Wirkungen. Erstens erneuert er das Lebergewebe, wobei ja die Leber das Hauptorgan zur Entgiftung ist. Die Gesundheit der Leber ist daher sehr wichtig. Silymarin kann auch bei verschiedenen Krankheiten sehr hilfreich sein.

Dieser interessante Stoff verbessert den Verlauf chronischer Leberentzündungen, d.h. der Hepatitis, die auch als Gelbsucht bezeichnet wird. Darüber hinaus hilft er auch bei der Regenerierung der geschädigten Leber bei Alkoholikern oder Drogenabhängige, aber auch im Fall von Medikamenten- oder Pilzvergiftungen (z.B. Agaric). Zusätzlich wirkt er sehr positiv bei Leberzirrhose und infektiöser Mononukleose, zudem hilft er nach einer Chemotherapie. Die Milchdistel ist also auch fettsüchtigen Menschen zu empfehlen.

Silymarin hat jedoch noch andere medizinische Eigenschaften. Neben der Leber hat es eine positive Wirkung auch auf die Gallenblase oder bei Störungen des Blutflusses, und es verbessert den niedrigen Blutdruck. Auf die Milchdistel sollte man auch bei Depressionen, Migränen, Schwindelanfällen, Asthma und Allergien zurückgreifen. Man könnte fast sagen, dass wir s hier mit einer Wunderpflanze zu tun haben, obwohl sie nicht so bekannt ist wie andere Heilkräuter. Hat sie aber auch Nebenwirkungen?

Die Milchdistel und ihre negativen Wirkungen

Obwohl die Milchdistel Schwangeren und stillenden Frauen, Menschen mit hohem Blutdruck und bei schweren Erkrankungen nicht ohne ärztliche Beratung zu empfehlen ist, hat sie nicht sehr viele negative Wirkungen. Natürlich aber ist auf die passende Dosierung zu achten.

Jedenfalls können einige in der Milchdistel enthaltene Stoffe für Krämpfe, Schwitzen, Übelkeit, Durchfall und Schwäche verantwortlich sein.

Teerezept: Die Milchdistel ist in Form von Ölen, Tinkturen, Kapseln, Tabletten oder als Teil von Kräutermischungen erhältlich. Sehr wirksam ist sie aber auch als Tee. Und wie bereitet man diesen Tee zu? 1 Teelöffel zerkleinerte Samen mit einem Viertelliter Wasser aufbrühen, etwa 10-20 Minuten ziehen lassen und abgießen. Tee aus der Milchdistel sollte man am Morgen auf nüchternen Magen, dann etwa 30 Minuten vor dem Mittagessen und vor dem Zubettgehen trinken. Dieses Prozedere muss nach einigen Wochen wiederholt werden.

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