Lorbeerblätter: Ein gesundes Gewürz und ein Siegessymbol

Das Lorbeerblatt in der Küche
Lorbeerblätter

Lorbeerblätter kennen wohl alle, ist dies doch ein Gewürz, dass schon lange einen untrennbaren Bestandteil der mitteleuropäischen Küche bildet. Seinen Geschmack dürfte also jedem bekannt sein. Weniger bekannt ist hingegen, dass es sich hierbei um die getrockneten Blätter einer Pflanze mit dem Namen Echter Lorbeer (Laurus nobilis) handelt, der ursprünglich wahrscheinlich aus Kleinasien stammt, obwohl er inzwischen auch weit jenseits dieser Region anzutreffen ist. Auf jeden Fall dürfte es für viele Leser wohl eine Überraschung sein, das der als Siegessymbol bekannte Lorbeer und das Lorbeerblatt identisch sind.

Die segensreichen Wirkungen des Lorbeerblatts

Obwohl das Lorbeerblatt vor allem als Gewürz bekannt ist, hat es darüber hinaus auch interessante Heilwirkungen, derentwegen es schon seit vielen Jahrhunderten verwendet wird. Es enthält nämlich Wirkstoffe wie Eiweiß, Ballaststoffe, ätherische Öle, Bitterstoffe, Glykoside, Gerbstoffe, Vitamine (A, B, C und Blattsäure) sowie eine breite Palette an Mineralstoffen (z.B. Kalzium, Selen, Kupfer, Zink, Eisen, Magnesium, Phosphor und Kalium). Daher unterstützt es die Verdauung und regt den Appetit an. Außerdem wirkt es antiseptisch, also entzündungshemmend, und nicht zuletzt auch desinfizierend. Und ausprobieren kann man es auch als leichtes Sedativum.

Auch Diabetiker des 2. Typs sollten das Lorbeerblatt in ihren Speisezettel aufnehmen, denn es ist in der Lage, den Blutzuckerspiegel zu senken. Helfen kann es aber auch bei rheumatischen Schmerzen und Arthritis, bei Gelenk-, Kreuz- und Knochenschmerzen und bei Schmerzen des Ischias-Nervs. Positiv wirkt es auch auf Harnblase und Leber. Weitere Wirkungen sind bei Gicht, Migräne und Geschwülsten zu beobachten. Genutzt werden kann das Lorbeerblatt darüber hinaus auch zum Vertreiben von Motten, wobei es genügt, es in dem betreffenden Kleider- oder Lebensmittelschrank zu platzieren.

Das Lorbeerblatt in der Küche

In der Küche werden zumeist die getrockneten Blätter verwendet, die einen sehr ausgeprägten Geschmack haben. Daher können sie auch mehrmals benutzt werden. Zumeist gibt man sie Saucen, Suppen und Marinade bei, aber auch bei der Zubereitung von gebratenem Fleisch greift man gerne auf sie zurück. Bei der Wärmeaufbereitung aber sollte man sie erst kurz vor dem Ende hinzugeben, da sie den Speisen anderenfalls einen bitteren Geschmack verleihen. Lorbeerblätter werden auch massenweise beim Einlegen von Fleisch, Gurken und Pilzen verwendet. Um ihre Heilwirkungen zu nutzen, bereitet man aus ihnen einen Tee zu.

Rezept für einen Lorbeerblättertee: 2 mittelgroße Lorbeerblätter mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen.

Wie man Echten Lorbeer züchtet

Der Echte Lorbeer bevorzugt sonnige Standorte, wobei man ihn sowohl in der Wohnung als auch draußen züchten kann. Er benötigt ein Ton/Erde-Substrat und muss regelmäßig gegossen und gedüngt werden. Im Sommer sollten Sie die Pflanze alle zwei Wochen zusätzlich düngen, und zwar mit einem Flüssigdünger. Obwohl dieser Pflanze kühleres Wetter nichts ausmacht, sollte sie an Standorten überwintern, wo die Temperaturen nicht unter null Grad fallen, ideal wären ca. 10 °C. In der kalten Jahreszeit muss sie auch nicht so oft gegossen werden. Vergessen Sie nicht, den Echten Lorbeer jedes Jahr in einen größeren Blumentopf umzupflanzen, damit er besser gedeiht.