Leopardenblume: Hilft bei Angina und anderen Problemen

Lateinischer Name: Iris domestica bzw. Belamcanda chinensis

Heilwirkungen der Leopardenblume
Leopardenblume

Die Leopardenblume muss nur gezüchtet werden, anschließend reißt oder schneidet man ein Blatt ab und kaut es. Sie werden vielleicht überrascht sein, wie schnell und effektiv die Wirkstoffe wirken.

Vorkommen: Wie einer ihrer wissenschaftlichen Namen schon andeutet, stammt die Leopardenblume aus Ostasien, wo sie insbesondere in den tropischen Gebieten vorkommt. Sie ist eine bedeutende Heilpflanze der chinesischen Volksmedizin.

Beschreibung und Wirkstoffe: Die Leopardenblume wird der Familie der Schwertliliengewächse zugeordnet. Die Pflanze erreicht mitunter eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter. Sie hat grüne schwertförmige Blätter und blüht von Juni bis September. Die Blüten sind unterschiedlich gefärbt, entweder rot, orange oder goldgelb. Die Frucht ist eine Kapsel. Als Wirkstoffe finden sich vor allem Gerbstoffe, Flavonoide, ätherische Öle und Glykoside.

Nützliche Bestandteile: Verwendet werden die Blätter und der Wurzelstock.

Heilwirkungen der Leopardenblume

Während einer ihrer Artennamen, wie bereits erwähnt, den Herkunftsort verrät, verrät uns ihr tschechischer Name „Anginovník“ schon einiges über die Heilwirkungen dieser Pflanze. Die wichtigste Empfehlung lautete dabei, die Blätter der Leopardenblume zu kauen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe nämlich sind in der Lage, die Mundhöhle und den Hals zu desinfizieren und Schleim zu lösen, was bei Angina, Husten, Entzündungen und Erkrankungen des Halses und der Atemwege sehr zweckdienlich ist. Nachgesagt werden der Leopardenblume häufig auch positive Wirkungen auf die Stimmbänder, sodass sie auch all jenen zu empfehlen ist, für die es wichtig ist, dass in diesem Teil des Körpers stets alles in bester Ordnung ist.

Sehr wirksam ist neben den Blättern auch ein Tee aus getrocknetem Wurzelstock, der auch bei einer ganzen Reihe andere Zimperlein zu empfehlen ist. Zu den interessantesten Wirkungen gehört zweifellos der positive Einfluss bei rheumatischen Beschwerden oder Verdauungsproblemen, wie etwa Verstopfung oder Blähungen. Die Leopardenblume wirkt zudem harntreibend, was sicherlich auch nicht zu verachten ist. In der chinesischen Volksmedizin findet sie zudem sogar bei Schlangenbissen Anwendung. Auf diese ihre Heilwirkung aber müssen wir in unseren Breiten glücklicherweise nicht allzu oft zurückgreifen.

Achtgeben bei der richtigen Anwendung der Leopardenblume!

Die Leopardenblume muss nur gezüchtet werden (siehe unten), anschließend reißt oder schneidet man ein Blatt ab und kaut es. Sie werden vielleicht überrascht sein, wie schnell und effektiv die Wirkstoffe wirken. Es wird jedoch abgeraten, mehr als sechs Blätter pro Tag zu kauen. Die Leopardenblume nämlich enthält neben den oben genannten Wirkstoffen auch einige Alkaloide, die bei übermäßiger Konsumation eine leicht toxische Wirkung zur Folge haben können. Berichtet wird auch von allergischen Reaktionen, doch sind diese eher die Ausnahme.

Wie die Leopardenblume gezüchtet wird

Es ist gar nicht schwer. Man kann sie als Zimmerpflanze züchten. Wegen ihrer tropischen Herkunft aber benötigt sie Sonnenlicht, sie sollte also in Fensternähe stehen. Sie muss nicht übertrieben gegossen werden, rund alle zwei Wochen sollte sie ein wenig gedüngt werden. Zwischen Frühling und Herbst kann die Leopardenblume auch im Außenbereich gepflanzt werden. Im Winter aber sollten Sie sie an ein wärmeres Plätzchen stellen, obwohl sie auch draußen überleben und dann im Frühling wieder sprießen kann.