Labkräuter: Ein zu Unrecht vernachlässigtes Unkraut?

Lateinischer Name: Galium

Labkräuter und ihre Heilwirkungen
Labkräuter

Vorkommen: Zur Gattung der Labkräuter gehören mehrere Hundert Arten, die auf fast allen Kontinenten beheimatet sind. Dank ihrer hohen Anpassungsfähigkeit findet man sie in Gebirgs- und arktischen Regionen ebenso wie in Gebieten mit subtropischem Klima.

Beschreibung und Wirkstoffe: Einige Vertreter aus der Gattung der Labkräuter sind einjährig, andere wiederum ausdauernd. In jedem Fall aber werden sie der Familie der Rötegewächse zugeordnet. Einige Pflanzen messen nur ein paar Dutzend Zentimeter, andere wiederum erreichen eine Wuchshöhe von mehr als 1,5 m. Die Stängel sind zumeist verzweigt, die violetten oder rosafarbenen Blätter sind sitzend und lanzettförmig oder schmal und länglich. Die Blüten sind unterschiedlich gefärbt, es gibt weiße, gelbe, grünliche und violette oder rosafarbene Blüten. Die Früchte sind Spaltfrüchte. Zu den Wirkstoffen gehören unter anderem ätherische Öle, Gerbstoffe und Cumarin.

Nützliche Bestandteile: Gesammelt wird vor allem das Blattwerk, und zwar im Mai.

Labkräuter und ihre Heilwirkungen

Wer glaubt, dass es sich bei Labkräutern nur um lästiges Unkraut handelt, hat etwas zu kurz gedacht. Es ist schon wahr, dass die Vertreter dieser Pflanzenart in der Heilkunde vor allem in früheren Zeiten verwendet wurden, doch auch zu Beginn des 3. Jahrtausends haben sie dank ihrer Wirkstoffe immer noch so einiges zu bieten. Dies gilt umso mehr, wenn wir uns speziell das Kletten-Labkraut, das Wiesen-Labkraut und das Echte Labkraut anschauen. Andererseits ist zuzugeben, dass ihre Wirkungen mitunter auch erheblich überschätzt wurde. Wie dem auch sei, bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden sollten Sie es mal mit einem Labkraut versuchen.

Labkräuter werden in der Regel zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Entgiftung des Organismus empfohlen. Gleichzeitig unterstützen sie angeblich die Tätigkeit der Nieren und der Leber, da sie diese Organe reinigen. Einen positiven Einfluss haben sie zudem auf die Schilddrüse, die Bauchspeicheldrüse und die Milz. Helfe kann sie angeblich auch bei Kopfschmerzen und bei Problemen des Nervensystems. Frauen können sie auch bei Menstruationskrämpfen ausprobieren. Darüber hinaus wirken sie auch diuretisch (harntreibend). Positive Wirkungen werden ihnen zudem auf die Verdauung und sogar auf verschiedene Hautprobleme, also auf einige Erkrankungen und kleinere Wunden, nachgesagt.

Das könnte Sie auch interessieren: Einige Quellen berichten sogar von einer krebshemmenden Wirkung der Labkräuter, wobei hierbei meist Zungenkrebs gemeint ist.  Von einigen wird diese Behauptung als Tatsache verkauft, andere hingegen halten dies für einen ausgemachten Unsinn.

Wie man Labkräuter in DE züchtet

Wie bereits angedeutet, bevorzugen einige Labkrautarten eher kühles Wetter, während sich andere wiederum bei tropischer Hitze am wohlsten fühlen. Massenweise kommt in unseren Breiten beispielsweise das Echte Labkraut (Galium verum) vor, und dies an den verschiedensten Standorten. Züchten kann man es aber auch im eigenen Garten, und zwar ganz simpel aus Samen, denn es stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, der allerdings gut durchlässig sein sollte. Es liebt ein sonniges Plätzchen, aber auch im Halbschatten fühlt es sich recht wohl. Mit dem Gießen sollte man es nicht übertreiben, da es eher trockene Standorte mag.

Rezept für Labkräutertee: Am einfachsten ist gerade die Tee-Zubereitung. Man nimmt 1-2 Esslöffel Labkraut, übergießt diese mit 1 Liter heißem Wasser und lässt das Ganze ziehen.  

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