Kardamom: Ein gesundes und bekömmliches Gewürz

Heilwirkungen des Kardamoms
Kardamom

Obwohl viele Leute dieses Gewürz „Kardamon“ nennen, müsste es richtig doch „Kardamom“ heißen. Nun, ob so oder so, es wird aus den Samen von Pflanzen gewonnen, die ursprünglich in Süd- und Südostasien beheimatet waren. Heutzutage ist dieses Gewürz in zwei Grundvarianten erhältlich:

  • Grüner Kardamom, auch als „echter“ Kardamom bekannt, wird aus den Samen der Art Kardamom (Elettaria cardamomum) hergestellt.
  • Schwarzer Kardamom, auch Nepal-Kardamon genannt, stammt von der Art Amomum subulatum.

Heilwirkungen des Kardamoms

Kardamomsamen enthalten eine große Menge an Wirkstoffen, so etwa ätherische Öle, Eiweiß, Stärke, Terpene, Nicotinsäure, Thiamine und Riboflavine. Ein aus diesen Stoffen hergestelltes Heilmittel hat also sicherlich interessante Heilwirkungen, weshalb es in Asien denn auch schon seit Menschengedenken verwendet wird. „Eingesetzt“ werden kann Kardamom also bei Beschwerden mit dem Verdauungsapparat, wie etwa bei Krämpfen, Blähungen, Sodbrennen und Magenreizungen. Gleichzeitig wirkt es positiv auf das Nervensystem, sodass es auch bei übermäßigem Stress, psychisch bedingter Müdigkeit und Depressionszuständen empfohlen werden kann.

Kardamom hat zudem diuretische Wirkung, er wirkt also harntreibend, und er hilft bei Herzschwäche und Atembeschwerden, wozu auch Asthma und Lungenentzündung gehören. Darüber hinaus kann man ihn auch bei viralen und bakteriellen Erkrankungen, bei Entzündungen sowie bei Nieren- oder Gallensteinen verwenden. Durch Gurgeln mit einem Aufguss kann man sich bei Halsschmerzen helfen, aber positiven Einfluss hat er auch auf Zähne und Zahnfleisch. Männer können ihn sogar als Aphrodisiakum benutzen. Personen mit Gallenbeschwerden sollten jedoch nur nach Konsultierung ihres Arztes auf Kardamom zurückgreifen.

Kardamom als Gewürz

Das Gewürz aus Kardamomsamen ist heutzutage überall erhältlich, doch machen Sie keinen Fehler, wenn Sie sich die Samen selbst mahlen, damit das Mittel so frisch wie möglich ist. Verwenden können Sie ihn anschließend zum Würzen der verschiedensten Speisen, insbesondere – angesichts seiner Herkunftsregion – von orientalischen Speisen, aber man kann ihn auch bei der Zubereitung von Salaten, Kompotten, Gebäck und Süßspeisen verwenden. In den arabischen Ländern gibt man ihn übrigens auch in den Tee oder den Kaffee. Bei gesundheitlichen Beschwerden aber dient er wohl am besten in Form eines Tees.

Rezept für einen Kardamomtee: 1 Teelöffel des Pulvers mit ca. 0,25 l übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.

Wie man Kardamom züchtet

Die Kardamompflanze kann in unseren Breiten als Zimmerpflanze gezogen werden. Es genügt, die Pflanze in ein gewöhnliches Substrat zu pflanzen, gegebenenfalls kann man zwecks Vermehrung auch auf Wurzelstöcke zurückgreifen. Die Pflanze benötigt das ganze Jahr Wärme, im Sommer auch genügend Feuchtigkeit, außerdem muss sie dann alle 14 Tage gedüngt werden. Bei großer Hitze sollte sie auch nicht in der prallen Sonne stehen. Umgekehrt sollte sie in den Wintermonaten nie im Schatten stehen, in dieser Jahreszeit genügt es, pro Monat nur ein einziges Mal zu düngen, und zwar mit einem Dünger für grüne Zimmerpflanzen.

Beiträge:
Datum
Beiträge
Kardamom
Bewertung
51star1star1star1star1star

Diesen Artikel an einen Freund senden:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*