Hirse: Ein entzündungshemmendes Getreide, das auch für Zöliakie-Patienten geeignet ist

Lateinischer Name: Sorghum bicolor

Wie man Hirse zu Hause zubereitet?
Hirse

Hirse ist ein Spelzgetreide mit mehreren Gattungen aus der Familie der Süßgräser, wozu von den gesundheitsfördernden Pflanzen beispielsweise auch das Zitronengras zählt. Die ursprüngliche Heimat der Hirse ist Nordafrika. Von dort breitetet sie sich nach und nach praktisch über den ganzen Globus aus. Seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird sie auch hierzulande angebaut. Es sei aber darauf hingewiesen, dass einige Arten dieser Pflanze giftig sind. Die ungiftigen Arten aber lernte der Mensch in den verschiedensten Varianten zu nutzen, etwa zur Herstellung von Mehl oder für die Tierfütterung. Die am meistverbreitete Art ist die Mohrenhirse oder Sorghumhirse (Sorghum bicolor; Syn. Sorghum vulgare), auf die wir in den folgenden Zeilen unser besonderes Augenmerk richten wollen.

Heilwirkungen der Mohrenhirse

Die Mohrenhirse gehört zu den Getreidepflanzen, mitunter wird sie auch „Weizen der Zöliakie-Patienten“ genannt. Das bedeutet, dass sie kein Gluten enthält, sodass sie auch von Personen konsumiert werden kann, die eine Glutendiät halten müssen. Welche Stoffe aber enthält sie? Von den wirksamsten sei das pflanzliche Eiweiß, die komplexen Kohlenhydrate und die Ballaststoffe genannt, dazukommt eine ganze Reihe von Mineralen wie Eisen, Kalium, Magnesium und Zink. Darüber hinaus enthält sie Phytosterine, Polyphenole und Vitamine, vor allem aus der Gruppe B. Der Verzehr von Hirse kann also sehr förderlich für Ihre Gesundheit sein.

Von den positiven Wirkungen seien vor allem die entzündungshemmenden genannt, wodurch sie sich wiederum von einigen gängigen Getreidearten unterscheidet, die Entzündungen eher noch fördern. Die Hirse hat darüber hinaus antioxidative Eigenschaften. Diese Wirkungen sind vor allem auf die in ihr enthaltenen Polyphenole zurückzuführen, die gleichzeitig im Kampf gegen Krebszellen helfen. In keinem Falle handelt es sich also um ein Nahrungsmittel, das nur Zöliakie-Patienten zu empfehlen wäre, vielmehr sollte jeder gesundheitsbewusste Mensch Hirse in seinen Speisezettel aufnehmen.

Hirse wirkt jedoch auch in noch vielerlei anderer Hinsicht positiv. Da wären beispielsweise ihre antidepressiven Wirkungen oder die Tatsache, dass sie die Gehirnfunktion und das zentrale Nervensystem stärkt. Zugleich fördert sie die körperliche Immunität, den Metabolismus und die Gesundheit des kardiovaskulären Systems. Auch die Knochen, Muskeln, Fingernägel und Haare „profitieren“ von ihr. Eine gute Nachricht auch für Schwangere und stillende Frauen: Mohrenhirse schadet ihnen in keinerlei Weise.

Wie man Hirse zu Hause zubereitet?

Hirsekörner müssen vor dem Verzehr wärmebehandelt werden. Eine solche Aufbereitung aber nimmt in der Regel einige Zeit in Anspruch. Die Körner sollte man zunächst eine Zeitlang ausquellen lassen, anschließend abwaschen und erst dann – ca. 50 Minuten – kochen. Wenn Sie damit fertig sind, können Sie sie für Salate, Suppen, Brei oder als Beilage verwenden. Zudem kann man auch Hirsemehl kaufen, das im Grunde wie „klassisches“ Mehl benutzt wird. Hirse hat in der Küche also ein breites Anwendungsgebiet.

Rezept für Hirseplätzchen mit Kartoffeln: 500 g Kartoffeln wie gewohnt in gesalzenem Wasser mit Kümmel kochen. Abkühlen lassen und zerreiben. Dann mit 100 Hirsemehl, Salz und zwei Eiern zu einem Teig kneten. Den Teig auseinanderrollen, in Plätzchen schneiden und backen.

Diesen Artikel an einen Freund senden:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*