Gewöhnliche Stockrose: Zier- und Heilpflanze zugleich

Lateinischer Name: Alcea rosea

Heilwirkungen der Gewöhnlichen Stockrose
Gewöhnliche Stockrose

Die Gewöhnliche Stockrose ist vor allem als Zierpflanze bekannt. Dank dieser ihrer Eigenschaft wurde sie schon im 16. Jahrhundert gezüchtet…….

Vorkommen: Man vermutet, dass diese Pflanze ursprünglich in der Ägäis beheimatet war, doch sicher ist dies keineswegs. Inzwischen ist sie an vielen Stellen der Welt zu Hause, auch in der Tschechischen Republik (sieh unten).

Beschreibung und Wirkstoffe: Die Gewöhnliche Stockrose ist eine zweijährige und ausdauernde Pflanze aus der Familie der Malvengewächse, die in einigen Fällen eine Wuchshöhe von zwei Metern erreicht. Sie besitzt einen aufrechten Stängel und gefingerte, langstielige Blätter. Sie blüht von Juni bis September, wobei die Blüten nicht nur rosafarben, sondern auch weiß, violettblau, goldgelb, rot, orange und cremefarben sein können. Von ihren Wirkstoffen seien Gerb- und Schleimstoffe, Polysacchariden und Anthocyan-Glykosiden genannt.

Nützliche Bestandteile: Verwendet werden vor allem die Blüten, in denen sich die meisten Wirkstoffe befinden.

Heilwirkungen der Gewöhnlichen Stockrose

Die Gewöhnliche Stockrose ist vor allem als Zierpflanze bekannt. Dank dieser ihrer Eigenschaft wurde sie schon im 16. Jahrhundert gezüchtet. Weniger bekannt ist hingegen, dass es sich bei ihr gleichzeitig um eine interessante Heilpflanze handelt. Falls Sie also an die Kraft der Kräuter glauben, sollten Sie bei dieser Pflanze einmal genauer hinschauen. Dank Ihres Wirkstoffgehalts nämlich leistet sie gute Dienste bei Problemen mit den oberen Atemwegen, also beispielsweise bei Entzündungen, Reizhusten und Schnupfen, und sogar bei Asthma. Darüber hinaus ist sie auch bei Verdauungsbeschwerden, konkret bei Magen- oder Darmentzündungen zu empfehlen. Zudem wirkt sie auch bei Magengeschwüren, und nicht zuletzt hat sie auch eine leicht abführende Wirkung.

Wie man die Gewöhnliche Stockrose zubereitet: Idealerweise in Form von Sirup, Tee oder Macerat aus den Blüten. Macerat beispielsweise, der allem Anschein nach am wirksamsten ist, wird so zubereitet, dass man zwei Teelöffel Blüten mit einer Tasse kaltem Wasser übergießt und das Ganze dann 10 bis 12 Stunden ziehen lässt.

Die Gewöhnliche Stockrose hat noch weitere positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus. Sie werden wahrscheinlich nicht überrascht sein, zu hören, dass sie allgemein entzündungshemmend wirkt, aber sie kann auch bei Hautproblemen, wie Ekzemen oder Akne, helfen. Des Weiteren ist sie auch Frauen zu empfehlen, die eine verspätete Menstruation haben, denn sie ist in der Lage, eine Menstruation auszulösen. Aufgrund ihrer Wirkung auf die Gebärmutter aber wird Schwangeren von der Stockrose abgeraten. Ansonsten ist ihre Wirkung aber her mild, sodass sie also eigentlich weder Kindern noch älteren Menschen Probleme bereiten sollte.

Das könnte Sie auch interessieren: Abgesehen von ihrer Eigenschaft als Zier- und Heilpflanze fand die Stockrose – vor allem in früheren Zeiten – auch in der Lebensmittelproduktion und bei der Likörherstellung Verwendung.  Die in ihren Kronblättern enthaltenen Anthocyane nämlich wurden zum Färben von Weinen, Likören und diversen Lebensmitteln verwendet.

Wie die Gewöhnliche Stockrose gezüchtet wird

Ideal ist es, wenn man die Samen der Gewöhnlichen Stockrose von Mai bis Juli in einen Blumenkasten pflanzt und die Pflanze dann im Herbst in den Garten umpflanzt. Die Wintermonate über muss sie jedoch abgedeckt werden, denn Kälte und Frost wird sie nicht so ohne Weiteres überleben. Wenn alles klappt, sollten im darauffolgenden Jahr schon Stängel und Blüten zu sehen sein. Die Gewöhnliche Stockrose benötigt ein sonniges Plätzchen, ausreichend Feuchtigkeit und einen nährstoffreichen Boden, um tatsächlich gedeihen zu können. Abschließend noch ein Tipp: Pflanzen Sie gleich mehrere Stockrosen nebeneinander, denn erst dann wird das, was da heranwächst, zu einer wahren Zierde Ihres Gartens werden.