Gemeiner Wacholder: Eine Quelle gesunder, aber nicht ganz ungefährlicher Früchte

Lateinischer Name: Juniperus communis

Wie uns die Früchte des Gemeinen Wacholders helfen können
Gemeiner Wacholder

Wacholderbeeren haben interessante Heilwirkungen, derentwegen sie schon in der Vergangenheit emsig gesammelt wurden…..

Vorkommen: Den Gemeinen Wacholder findet man in vielen Teilen Europas und Asiens, und dies sowohl im Tiefland wie auch in den Gebirgslagen. Und obwohl man ihn auch in der Tschechischen Republik antreffen kann, muss er zu den bedrohten Arten gezählt werden.

Beschreibung und Wirkstoffe: Dieser immergrüne Baum bzw. kleinere Baum aus der Familie der Zypressengewächse ist in der Regel nicht sehr hoch, doch kann er mitunter eine Wuchshöhe von bis zu 10 Metern erreichen. Die zu dritt in Quirlen angeordneten blaugrünen Nadeln haben an der Unterseite weiße Streifen. Der Wacholder blüht im März und April. Obwohl seine Früchte an Beeren erinnern, handelt es sich in Wirklichkeit um Zapfen in einer fleischlichen Hülle (Wacholderbeeren). Diese enthalten auch Wirkstoffe wie ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe, organische Säuren, Vitamin C, Kalium und Harz.

Nützliche Bestandteile: Verwendet werden die Früchte.

Wie uns die Früchte des Gemeinen Wacholders helfen können

Wacholderbeeren haben interessante Heilwirkungen, derentwegen sie schon in der Vergangenheit emsig gesammelt wurden. Zu nennen wären vor allem ihre starken Desinfizierungseigenschaften, insbesondere bei Entzündungen der Harnwege. Darüber hinaus wirken sie auch bei Muskel- und Gelenkschmerzen, positive Wirkungen sind zudem auf die Verdauung (vor allem bei Blähungen) und bei Magenschmerzen zu beobachten. Empfohlen werden sie auch bei Krämpfen und rheumatischen Beschwerden. Außerdem sollen sie die Wirkung von Medikamenten, die den Blutzuckerspiegel senken, noch verstärken. Und zu guter Letzt helfen sie auch gegen Herpesviren.

Die Früchte des Gemeinen Wacholders können dem Menschen also so manche gute Hilfe leisten. Eine übermäßige Konsumation sollte man jedoch tunlichst vermeiden, auch wenn über ihre leichte Giftigkeit nur selten gesprochen wird. Höhere Dosen wirken zweifellos vor allem auf die Nieren, die dadurch gereizt werden können. Mitunter haben sie auch Hautreizungen zur Folge. Angesichts dessen sollten Sie Wacholderbeeren nicht länger als 14 Tage lang konsumieren. Entschieden abzuraten von ihrem Verzehr ist allen Nierenkranken, Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern.

Die breite Anwendungspalette von Wacholderbeeren

Es gibt viele Weisen, wie man Wacholderbeeren verwenden kann. Man findet sie bei der Herstellung von Kosmetik, essentiellen Ölen und Tinkturen. Dank ihres starken Geschmacks werden sie auch zum Abschmecken von Fleischgerichten benutzt. Vor allem aber greift man bei der Getränkeherstellung auf sie zurück. In der Vergangenheit erfreute sich der Wacholderschnaps großer Beliebtheit, und noch immer bilden die Wacholderbeeren die Grundlage aller Wacholderspirituosen. Auch Wacholdertee und Wacholderwein, der die Verdauung anregt, werden nach wie vor gerne getrunken. Letzteren kann man übrigens problemlos auch zu Hause zubereiten.

Rezept für Wacholderwein: Ca. zwei Esslöffel zerstampfte Wacholderbeeren mit einem Liter Rotwein übergießen und unter regelmäßigem Schütteln zwei Wochen ziehen lassen. Anschließend abseihen und in einem Glas an einem kühlen Platz stehenlassen. Angesichts der oben angeführten Gründe aber bitte mit Maßen genießen.

Wie der Gemeine Wacholder gezüchtet wird

Der Gemeine Wacholder kann im Garten nicht zuletzt auch die Funktion eines Zierstrauchs erfüllen. Er benötigt durchlässigen und leicht sauren Boden, vor allem aber einen sonnigen Standort. Schatten nämlich tut ihm überhaupt nicht gut. Wie wir aber bereits zu Beginn andeuteten, kann er sich den unterschiedlichsten Bedingungen anpassen. Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat, Stecklinge oder Pfropfen. Im Winter sollten Sie regelmäßig den Schnee entfernen, anderenfalls könnte der Wacholder brechen. Wenn Sie ihm eine gute Pflege angedeihen lassen, werden Sie sehr lange Freude an ihm haben.

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