Gemeine Wegwarte: Ein Heilmittel, das man praktisch an jeder Ecke findet

Lateinischer Name: Cichorium intybus

Gemeine Wegwarte
Gemeine Wegwarte

Die Wegwarte ist aus einer ganzen Reihe von Gründen zu empfehlen. Zunächst sei ihre positive Wirkung auf den Verdauungsapparat genannt. Sie regt beispielsweise den Appetit an und wirkt auch entzündungshemmend…..

Vorkommen: Die Gemeine Wegwarte ist keine allzu anspruchsvolle Pflanze, sodass man sie also – mit Ausnahme wirklich kalter Regionen – fast überall auf der Welt finden kann. Dies gilt übrigens auch für die Tschechische Republik. Man könnte sogar sagen, dass es sich um eine der am häufigsten in unserer Natur vorkommenden Pflanzen handelt. Man findet sie vor allem an Feldwegen, auf Feldern und Wiesen, aber auch in Parks, an Hängen und im Wald.

Beschreibung und Wirkstoffe: Die Wegwarte ist eine ausdauernde Pflanze, die zur Familie der Korbblütler gehört. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter und besitzt längliche himmelblaue Blüten. Diese gelten zwar als ihr Erkennungszeichen, doch können sie durchaus auch eine andere Farbe haben (z.B. rosa). Die Wegwarte blüht in jedem Fall in der Zeit von Juli bis Oktober. Von den Wirkstoffen seien vor allem Inulin und Bitterstoffe erwähnt.

Nützliche Bestandteile: Genutzt werden praktisch alle Teile der Gemeinen Wegwarte. Am gefragtesten aber dürfte ihre Wurzel sein.

Die Gemeine Wegwarte und ihre Heilwirkungen

Die Wegwarte ist aus einer ganzen Reihe von Gründen zu empfehlen. Zunächst sei ihre positive Wirkung auf den Verdauungsapparat genannt. Sie regt beispielsweise den Appetit an und wirkt auch entzündungshemmend. Konsumieren sollten sie auch Personen mit einem empfindlichen Magen, beziehungsweise mit Magengeschwüren. Die Wegwarte hilft außerdem dabei, Schadstoffe aus dem Körper auszuscheiden. Und sie ist auch jenen Menschen eine Hilfe, die an Lebererkrankungen leiden. Mitunter wird sie sogar bei Lebervergiftungen als Gegengift empfohlen. Positive Wirkungen hat sie auch auf die Gallenblasse, denn sie schwemmt überflüssige Galle hinaus, außerdem hilft sie bei Gallensteinen.

Die Gemeine Wegwarte kann auch bei Nierensteinen gute Dienste leisten, und nicht vergessen dürfen wir auch ihre – wenn auch nicht sehr starke – harntreibende Wirkung. Häufig ist sie auch Teil einer Heilmischung gegen Diabetes. Den Tees aus dieser Pflanze wird des Weiteren eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben. Und wir fügen noch hinzu, dass die Gemeine Wegwarte auch äußerlich angewendet werden kann, und dies auf verschiedene Weise. Umschläge beispielsweise können bei Gelenkschmerzen helfen, und ein Blütenaufguss wäre bei einer Bindehautentzündung zu empfehlen.

Unsere Empfehlung: Obwohl die Wegwarte mitunter als völlig ungefährlich beschrieben wird, verweisen einige Autoren auch auf ihren negativen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf, außerdem kann sie wohl auch den Eintritt der Menstruation beschleunigen.

Die Gemeine Wegwarte in der Küche

Die Wegwarte ist Bestandteil verschiedener Kräutermischungen und Tees. In der Küche aber kann man sie auch noch auf andere Weise verwenden. So kann man mit den Blättern beispielsweise Salate, Suppen und Gemüsegerichte abschmecken. Angesichts des hohen Inulin-Gehalts kann man mit den Blüten der Wegwarte Konditoreiprodukte verzieren, ohne Gefahr zu laufen, dadurch ihren Geschmack zu beeinträchtigen. Die Wurzel schließlich wird zur Herstellung von koffeinfreiem unechtem Kaffee verwendet. Und in geröstetem Zustand schließlich wird die Wegwarte auch noch beim Bierbrauen verwendet.

Etwas Interessantes zum Schluss: In der Küche findet auch die Endivie Verwendung, die ebenfalls zur Familie der Korbblütler gehört, wiewohl es sich bei der Endivie um ein Blattgemüse handelt.

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