Echter Kümmel: Ein bekanntes Gewürz, das auch helfen kann

Lateinischer Name: Carum carvi

Der Echte Kümmel und seine Heilwirkungen
Echter Kümmel

Kümmel gehört zu den traditionellen Bestandteilen der böhmischen Küche, wo er beispielsweise zum Abschmecken von Kartoffeln benutzt wird…..

Vorkommen: Der Echte Kümmel (auch Wiesen-Kümmel genannt) ist ursprünglich eine europäische Pflanze, die hier schon seit Menschengedenken verwendet wird. Inzwischen wird sie mit Ausnahme der Antarktis auf allen Kontinenten gezüchtet.

Beschreibung und Wirkstoffe: Diese zweijährige (auch mehrjährige) Pflanze wird  – ebenso wie Dill und Karotte – der Familie der Doldenblütler zugeordnet. Der Stängel kann eine Wuchshöhe von bis zu 1 Meter erreichen. Die Blätter sind zwei- bis dreifach gefiedert. Die weißen oder auch rosafarbenen Blüten zeigen sich erst im zweiten Lebensjahr von Mai bis Juli. Die Frucht des Echten Kümmels zerfällt in zwei Teilfrüchte, aber auch diese sind im ersten Zuchtjahr nicht zu sehen. Von den Wirkstoffen seien die ätherischen Öle, Gerbstoffe, Eiweiß, Fette, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Vitamine (A, B, C, E und K) und Minerale (z.B. Eisen und Kalzium) genannt.

Nützliche Bestandteile: Verwendet werden in erster Linie die getrockneten Samen.

Der Echte Kümmel und seine Heilwirkungen

Der Echte Kümmel wird zwar nicht sehr häufig im Zusammenhang mit segensreichen Wirkungen auf die menschliche Gesundheit genannt, doch wäre es schade, sie an dieser Stelle nicht zu erwähnen. Zunächst möchten wir hervorheben, dass er sehr gut auf den gesamten Verdauungsprozess einwirkt, da er die Aktivität von Magen und Darm anregt. Außerdem hilft er bei Magenreizungen, er verhindert Krämpfe der glatten Muskulatur und reinigt den Verdauungstrakt. Zu empfehlen ist er auch bei Blähungen. Zudem fördert er die Ableitung der Magensäfte und erneuert die Mikroflora des Darms.

Helfen kann Kümmel aber auch noch in anderen Fällen. So hat er etwa einen positiven Einfluss auf Leber und Gallenblase, gegebenenfalls auch auf die Nieren, denn er wirkt harntreibend. Verwenden kann man ihn auch bei Husten, denn der erleichtert das Aushusten des Schleims, und auch für Asthmatiker kann er eine Hilfe sein. Kümmel schenkt frischen Atem, und seine Wirkungen werden sicherlich auch Frauen zu schätzen wissen, die von Menstruationsbeschwerden geplagt werden. Bei stillenden Müttern unterstützt er die Laktation und Säuglingen hilft er, die Muttermilch besser zu verdauen.

Echter Kümmel in der Küche

Kümmel gehört zu den traditionellen Bestandteilen der böhmischen Küche, wo er beispielsweise zum Abschmecken von Kartoffeln benutzt wird. Es gibt jedoch auch noch eine anderen Grund für diese Kombination. Kartoffeln nämlich enthalten – vor allem in der Zeit, wenn sie zu keimen beginnen – das nicht gerade gesunde Solanin, und Kümmel funktioniert dabei als Gegenstoff. Zum Abschmecken aber wird Kümmel auch bei Sauerkraut, Fleisch oder den verschiedensten Brotaufstrichen und Salaten verwendet. Und natürlich ist er auch bei der Zubereitung vieler Gebäcksorten nicht wegzudenken. Sogar bei der Wein- und Likörherstellung greift man gern und oft auf ihn zurück.

Wie Echter Kümmel gezüchtet wird

Der Kümmel sollte im März oder April gepflanzt werden, und zwar in einen lehmigen, kalkartigen Boden. Aber Vorsicht! Bei Temperaturen unter null, wo kein Schnee liegt, friert er ab. Umgekehrt geht er vor allem dann auf, wenn die Temperaturen zwei bis drei Wochen lang bei 10 bis 15 °C liegen. Anspruchsvoll ist die Pflanze auch in Bezug auf Wasser, auch müsste Ihr Kümmelbeet hin und wieder gejätet und zusätzlich gedüngt werden. Wie bereits erwähnt, wird der Kümmel im ersten Jahr weder blühen noch Früchte tragen, sodass Sie mit der Ernte noch ein weiteres Jahr warten müssen.