Echter Baldrian und seine beruhigende Wirkung

lat. VALERIANA OFFICINALIS L.

EEchter Baldrian wurde schon in der Antike vor allem im Zusammenhang mit seinen beruhigenden Eigenschaften genutzt. Und dies gilt auch heute noch, doch fassen wir zunächst einmal die Basisinformationen zusammen.

Vorkommen: Baldrian kommt vor allem in Europa, Asien und Nordamerika vor. In unseren Breiten wächst er vor allem in den tieferen Lagen und auf feuchten Wiesen, an Waldrändern und in Gräben. Er wird natürlich auch angebaut.

Beschreibung und Wirkstoffe: Die Pflanze gehört zur Familie der Geißblattgewächse. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze mit einem sehr aromatischen Rhizom, das eine Höhe von bis zu zwei Metern erreicht. Der Stängel steht aufrecht und seine Blätter sind gefiedert, gestielt und bestehen aus sieben bis neun Blattpaaren. Diese sind lanzettförmig, bei den unteren Blättern dann gezackt. Die Blüten sind blassrosa (manchmal auch weiß), trichterförmig und duften. Die Früchte sind lanzettförmige, haarlose Schließfrüchte. Baldrian blüht von Juni bis August, meistens im Juli. Der Hauptwirkstoff ist Öl, aber erwähnt seien auch die Alkaloide und Gerbstoffe.

Nützliche Bestandteile: Fast ausschließlich wird der unterirdische Abschnitt (Rhizom mit Wurzeln) genutzt.

Positive Nebenwirkungen des Baldrian

Baldrian wurde schon in der Antike vor allem im Zusammenhang mit seinen beruhigenden Eigenschaften angewendet. Dies gilt auch heute noch. Er wirkt auch positiv bei Nervenbeschwerden,  er beruhigt nicht nur bei Hysterie und Depressionen, sondern auch bei normalen Angstzuständen, bei Stress und Schlaflosigkeit. Diesbezüglich werden sehr oft auch sogenannte Valerian-Tropfen (Zubereitung unten) angewendet. Baldrian wird auch bei Herzklopfen, Kopfschmerzen und Beinproblemen empfohlen.

Zusätzlich zu den beruhigenden Wirkungen wird er auch sehr oft Frauen bei starken Menstruationsblutungen oder während der Menopause empfohlen, zudem werden ihm auch präventive Wirkungen in Bezug auf die Prävention von Schlaganfällen zugeschrieben. Auch der positive Einfluss auf eine Vielzahl von Augenproblemen sei an dieser Stelle erwähnt. Manchmal spricht man auch von Nebenwirkungen des Baldrian. Sollte man vor seiner Anwendung also Angst haben?

Negative Nebenwirkungen des Baldrian

Bei richtiger Anwendung sind die negativen Nebenwirkungen wirklich minimal. Baldrian kann bei einer Überdosierung oder bei längerer Anwendung leider eine ganz umgekehrte Wirkung haben. Dann verursacht er Kopfweh, Magenbeschwerden, Arrhythmien, Unruhe, Schlaflosigkeit usw. Die Anwendung von Baldrian sollte nicht länger als vier Wochen dauern, denn innerhalb dieses Zeitraums dürften diesbezügliche Probleme nicht auftreten.

Was Sie interessieren könnte: Zu den negativen Nebenwirkungen des Baldrian zählt auch die Tatsache, dass Baldrian in auffälliger Weise Katzen anzieht. Falls man Baldrian also selbst anbaut, könnte es passieren, dass Katzen kommen und ihn beschädigen. Andererseits eignet sich Baldrian aus diesem Grunde natürlich auch bestens zur Herstellung von Katzenspielzeug.

Baldrian-Rezepte

Valerian-Tropfen aus Baldrian: getrocknete oder frische Wurzel zuerst waschen, schneiden und in Alkohol einlegen (1 Teil Baldrian und 5 Teile Alkohol). Anschließend den Behälter schließen und zwei Wochen an einem kühlen Ort aufbewahren; den Aufguss jeden Tag durchschütteln; danach die Mischung nur durchpressen und gleich anwenden (ca. 20 Tropfen dreimal pro Tag). Bei einem Vergleich mit herkömmlichen Schlaftabletten wird man bald feststellen, dass man sich morgens ganz frisch fühlt. Kindern, Schwangeren und stillenden Frauen wird allerdings von der Einnahme von Valerian-Tropfen abgeraten. Auch eine übermäßige und längere Anwendung sollte vermieden werden.

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