Dill schmeckt nicht nur, er ist auch gesund

Lateinischer Name: Anethum graveolens

Dill

Dill ist bei den verschiedensten Verdauungsbeschwerden, einschließlich Blähungen und Magenproblemen, zu empfehlen. Er fördert beispielsweise die Bildung von Magensäften und verbessert somit die Verdauung ganz allgemein, zudem regt er den Appetit an………

Vorkommen: Ursprünglich war der Dill in der östlichen Mittelmeerregion und in Westasien beheimatet. Verwendet wurde er in der mannigfaltigsten Weise, und daran hat sich bis heute auch nichts geändert.

Beschreibung und Wirkstoffe: Der Dill ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, die mitunter eine Wuchshöhe von über 1 Meter erreichen kann. Wie sein tschechischer Name kopr vonný (zu Deutsch: duftender Dill) schon andeutet, ist dem Dill ein starker aromatischer Duft eigen, vom äußeren Erscheinungsbild her kann er dagegen kaum punkten. Die Blätter dieser graugrünen Pflanze sind mehrfach fiederschnittig, und vor allem in den Sommermonaten zeigen sich gelbe Blüten. Neben dem Duft sei auch der Gehalt an Wirkstoffen eigens hervorgehoben. Dabei handelt es sich beispielsweise um Ballaststoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Minerale (Eisen, Kalium, Zink, Kalzium, Magnesium u.a.m.), die Vitamine A, B und C, aber auch Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, gegebenenfalls Pantothensäure und Blattsäure.

Nützliche Bestandteile: Im Grunde wird die ganze Pflanze, d.h. Wurzel, Blätter und Samen, als Gewürz oder Gemüse verwendet.

Heilwirkungen des Dills

Dill ist bei den verschiedensten Verdauungsbeschwerden, einschließlich Blähungen und Magenproblemen, zu empfehlen. Er fördert beispielsweise die Bildung von Magensäften und verbessert somit die Verdauung ganz allgemein, zudem regt er den Appetit an. Dill wirkt stark harntreibend und reinigt die Harnwege und die Nieren. Bei einer Erkrankung dieses Paarorgans wird er daher wärmstens empfohlen. Bei regelmäßiger Konsumation kann er in relevanter Weise die Immunität stärken und darüber hinaus trägt er zur Entgiftung des Organismus bei.

Ein verstärkter Verzehr von Dill ist auch bei Grippeepidemien ratsam, da dies eine effektive Prävention darstellt. Gleichzeitig wirkt er entzündungshemmend, und auch seine Wirkung auf Knochen, Gelenke, Fuß- und Fingernägel darf als positiv bezeichnet werden. Und nicht zuletzt hilft er sogar bei Hauterkrankungen. Ein weiteres Wirkungsfeld des Dills mag den einen oder anderen überraschen. „Eingesetzt“ werden kann er nämlich auch bei Schlaflosigkeit, Migräne und Nervenanspannung. Zudem fördert er die Milchproduktion bei stillenden Müttern. Das Kauen von Dillsamen schenkt übrigen seinen süßeren Atem, sodass man ihn also auch als eine Art Kaugummiersatz benutzen kann.

Ein weites Verwendungsgebiet des Dills in der Küche

Dill wird in der Küche als Gewürz oder Gemüse verwendet. Mit Dill können viele Speisen abgeschmeckt werden, z.B. Fleisch, Fisch oder Gemüse, aber er eignet sich auch als perfekte Zutat zu Brotaufstrichen, Salaten und Suppen. Weithin bekannt ist die Verwendung von Dill beim Einmachen von Gurken, und natürlich bildet er auch einen Bestandteil vieler Saucen, einschließlich Kulajda und Dillsauce. Obwohl man diese Pflanze trocknen kann, empfehlen wir sie so frisch wie möglich zu verwenden, damit sie nicht ihren charakteristischen Duft und Geschmack verliert.

Rezept für eine einfache Dillsauce: Öl oder zerlassene Butter in einem Kessel mit Mehl bestäuben und eine Mehlschwitze bilden. Anschließend mit Milch übergießen, verrühren und kochen lassen. Zucker und Salz dazugeben, nach fünf Minuten kommen je nach individuellem Geschmack noch Dill und Essig dazu. Dillsauce empfiehlt sich vor allem für Knödel mit Eiern, gegebenenfalls für Fleisch.

Das Züchten von Dill ein Kinderspiel

Das Züchten von Dill ist einfach, da dieser alles andere als anspruchsvoll ist. Er benötigt nur Sonne, Wärme und genügend Feuchtigkeit, und er sollte vor Wind geschützt sein, denn er kann relativ leicht brechen. Die Zeit der Aussaat beginnt im März, aber idealerweise erfolgt sie erst im Mai, durchaus auch zwischen dem Gemüse. Da Dill auch keine hohen Ansprüche an den Boden stellt, gedeiht er praktisch überall. Geerntet werden kann er rund 6 Wochen nach der Aussaat, anschließend sollte er sofort in der Küche verarbeitet werden.