Avocado: Ein Obst für alle

Avocado: Ein Obst für alle
Avocado

Die Avocado ist eine tropische Frucht, deren ursprüngliche Heimat Südamerika ist. Sie ähnelt der Birne. Daher wird es kaum jemanden überraschen, zu hören, dass sie früher (heute kaum noch) auch als Alligatorbirne bezeichnet wurde. Sie stammt aus der Familie der Lorbeergewächse. Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfreute sich die Avocado überall auf der Welt immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder, handelt es sich hierbei doch um ein sehr schmackhaftes Obst, das zudem auch sehr interessante Wirkungen auf die menschliche Gesundheit hat.

Warum man Avocado konsumieren sollte

Diese Frucht enthält eine große Menge an Vitaminen (A, B, C, E und K) und Mineralstoffen, so etwa Magnesium, Kalium, Eisen, Mangan und Zink, daneben aber beispielsweise auch Ballaststoffe und monoungesättigte Fettsäuren. Dank dieser Stoffe ist die Avocado in der Lage, gegen freie Radikale zu kämpfen, wobei sie auch noch positiv auf das kardiovaskuläre System wirkt, die Bildung roter Blutkörperchen fördert und den Blutdruck senkt. Darüber hinaus hat sie auch positiven Einfluss auf das Nervensystem, und Frauen kann sie bei Menstruationsbeschwerden Linderung verschaffen.

Vor allem aber Sportler, Vegetarianer und Veganer sollten die Avocado in ihren Speisezettel aufnehmen. Dank ihrer monoungesättigten Fettsäuren nämlich ist sie eine perfekte Quelle von Pflanzenfetten. Zudem enthält sie eine große Eiweißmenge, und eben aus diesem Grund, aus dem sie im Übrigen auch Schwangeren und stillenden Frauen empfohlen wird, dürfte sie auch für den oben genannten Personenkreis überaus interessant sein. Man sollte aber auch deshalb öfter zu einer Avocado greifen, weil sie dazu beiträgt, den Organismus insgesamt zu stärken, zudem hilft sie, überflüssige Kilos loszuwerden und Haut, Leber und Nieren gesund zu erhalten.

Avocado in der Küche

Zunächst muss die Avocado geschält und entkernt werden. Es muss jedoch betont werden, dass sie nicht den typischen Obstgeschmack, sondern eine eher butterige Konsistenz hat. Aus diesem Grund kann man bei ihr auch von einem gesunden Butter- bzw. Mayonnaiseersatz sprechen. Außerdem kann sie auch zur Herstellung von Brotaufstrichen verwendet werden, und natürlich kommt sie auch bei der Zubereitung warmer Speisen zum Einsatz. Beim Einkauf sollte man jedoch darauf achten, dass sie nicht allzu weich ist, denn dies würde bedeuten, dass sie schon überreif ist. Sie sollte zwar weich sein, aber nur teilweise.

Rezept für Avocado-Guacamole: Hierbei handelt es sich um ein traditionelles Gericht aus Mexiko. Zerstampfen Sie zunächst zwei Avocados in einer Schüssel, anschließend geben Sie noch drei kleinere hinzu, dazu in Würfel geschnittene Tomaten und eine halbe, in Scheiben geschnittene Zwiebel. Mit Salz, Knoblauch und Zitronensaft abschmecken. Sie können auch Koriander nehmen, und falls Sie einen pikanteren Geschmack bevorzugen, können Sie auch eine scharfe Paprika nehmen. Und nun ab damit in den Kühlschrank.

Kann man Avocados auch hierzulande züchten?

Ja, das kann man, obwohl der Avocadobaum erst nach 4 bis 8 Jahren Früchte trägt. Man entnimmt einer Avocado dazu den Kern und reinigt diesen sorgfältig vom Fruchtfleisch. Danach pflanzt man diesen Kern – rund 2-2,5 cm tief – in ein feuchtes und durchlässiges Substrat in einen Blumentopf. Der Baum benötigt genügend Wärme und Feuchtigkeit, sodass man ihn also in einem Gewächshaus oder im Haus bzw. in der Wohnung züchten kann. Im Sommer aber sollte man ihn ins Freie stellen, aber nicht in die pralle Sonne, zumindest nicht am Anfang! Wenn Sie ihn nun regelmäßig gießen, sollte er sich genau so entwickeln, wie die Natur dies für ihn vorgesehen hat.