Arznei-Engelwurz: Eine Pflanze (nicht nur) mit himmlischen Wirkungen

Lateinischer Name: Archangelica officinalis

Arznei-Engelwurz: Eine Pflanze (nicht nur) mit himmlischen Wirkungen
Arznei-Engelwurz

Um die Heilwirkungen der Arznei-Engelwurz wusste man bereits in alter Zeit, und wegen so mancher dieser Heilwirkungen wird sie bis heute noch geschätzt. Die Pflanze unterstützt beispielsweise die Verdauung und lindert Blähungen…..

Vorkommen: Die Engelwurz war ursprünglich in den kalten Regionen Europas beheimatet, vor allem in Skandinavien und Grönland. Im Laufe der Zeit aber züchtete man sie auch in anderen Gebieten, und zu guter Letzt verwilderte sie auch in Mitteleuropa, einschließlich der Tschechischen Republik. Außerdem kommt sie auch von jeher in den nördlichen Regionen Asiens vor.

Beschreibung und Wirkstoffe: Es handelt sich um eine sehr stattliche zwei- und mehrjährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 2 Metern. Im ersten Lebensjahr bildet die Arznei-Engelwurz grundständige Laubblätter, während sie in den darauffolgenden Jahren blüht. Die zweigeschlechtlichen Blüten erscheinen von Juli bis Mitte August. Die Frucht besteht aus Doppeldolden. Die Pflanze bildet jedoch nur einmal Früchte aus, danach stirbt sie ab. Zu den interessantesten Wirkstoffen gehören Bitterstoffe, ätherische Öle, Flavanone, Tannin und Pektin.

Nützliche Bestandteile: Die Pflanze wird vor allem wegen ihrer Wurzel und ihre Samen gesammelt, die Wirkstoffe in großen Mengen enthalten.

Heilwirkungen der Arznei-Engelwurz

Um die Heilwirkungen der Arznei-Engelwurz wusste man bereits in alter Zeit, und wegen so mancher dieser Heilwirkungen wird sie bis heute noch geschätzt. Die Pflanze unterstützt beispielsweise die Verdauung und lindert Blähungen, zudem wirkt sie positiv bei Appetitlosigkeit und Magenneurose. Außerdem hilft sie dem Organismus beim Stoffwechsel (Metabolismus) und stimuliert das Nervensystem. Darüber hinaus hilft sie bei einem Übermaß an Stress und bei Komplikationen der Atemwege. Und geschätzt wird sie nicht zuletzt auch wegen ihrer schweiß- und harntreibenden Wirkungen.

Die Arznei-Engelwurz kann darüber hinaus die Tätigkeit der Drüsen mit der inneren Sekretion regulieren. Sie stimuliert das Herz, festigt die Gefäßwände und findet auch als Gurgelmittel bei Entzündungen der Mundhöhle Anwendung. Frauen wird sie auch bei Menstruationsschmerzen empfohlen. Nicht zu unterschätzen ist zudem ihre äußere Anwendung, konkret als Badkomponente bei rheumatischen Erkrankungen und Muskelschmerzen. Aber Vorsicht! Diese Pflanze sollte weder während der Schwangerschaft noch in der Stillzeit und auch nicht bei Nierenentzündungen und Geschwüren angewendet werden.

Unsere Empfehlung: Sie sollten die Arznei-Engelwurz unter normalen Umständen weder in großen Mengen noch über einen längeren Zeitraum hinweg anwenden. Anderenfalls nämlich könnte sie negative Wirkungen auf die Haut zeitigen, und zwar in Form einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut.

Die Arznei-Engelwurz in der Küche

Die Engelwurz hat einen bitteren Geschmack und einen starken Duft. Zum Einsatz kommt sie vor allem als Gewürz, beispielsweise für Suppen, Saucen und Salate. Samen und Wurzel dieser Pflanze werden zudem dank ihres aromatischen Duftes bei der Herstellung diverser Liköre verwendet. Angesichts ihrer Heilwirkungen handelt es sich hierbei häufig um Magenliköre. Die Samen der Arznei-Engelwurz werden auch bei der Zubereitung von Tees verwendet, doch angesichts der oben beschriebenen Nebenwirkungen sollten Sie es mit dem Genuss dieser Pflanze lieber nicht übertreiben.

Rezept für Engelwurzwein: Übergießen Sie 5 Esslöffel zerschnittener Wurzel mit Rotwein, alles dann bei einer Temperatur von rund 20 °C ziehen lassen. Ab und zu durchschütteln. Anschließend nur noch abseihen, und fertig ist der Engelwurzwein.

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